Datenschutzkonformes Löschen

Grundsätzlich können auf einer Vielzahl von elektronischen Geräten wie Smartphone, Festplatte oder Drucker Daten gespeichert werden. Wenn die Daten oder die ganzen Geräte aussortiert werden sollen ist Vorsicht geboten, da oftmals nicht alle Daten von den Systemen gelöscht werden oder diese sich mit einfachen Mitteln wiederherstellen lassen.

I.

Fakt ist, dass ausrangierte oder teilweise kaputte Geräte trotzdem datenschutzkonform entsorgt werden müssen. Die nachfolgenden Handlungsmaßnahmen sind auch bedeutsam, wenn das Gerät z.B. an eine andere Person weitergegeben werden soll.

Ein bloßes Nutzen der Löschfunktion auf dem PC reicht nicht aus, da die Daten weiterhin vorgehalten werden und nur der „neue Speicher“ freigegeben wird. Auch das Formatieren der Festplatte ist noch nicht ausreichend, da letztlich nur das Inhaltsverzeichnis gelöscht wird. Wenn die Geräte nur mit diesen Maßnahmen bereinigt wurden, ist es Profis leicht möglich die Daten mit einer Spezialsoftware wieder herzustellen. Um dieses Szenario zu umgehen, gibt es entsprechende Anwendungssoftware, die bestimmte mehrfache Löschroutinen durchgeht.

Bei einer Aussonderung kann ansonsten eine Zerstörung mittels Magneten oder eine physikalische Vernichtung z.B. Schredder in Betracht kommen.

II.

Es gibt aber auch bestimmte Speicher bei denen eine Löschung mit Spezialsoftware oder magnetischer Zerstörung nicht funktioniert. Beispielhaft bei SSD (Solid State Disk) gibt es bestimmte Löschbefehle im Bios (z.B. ata secure erase), welche das System nachhaltig auf die Werkszustandseinstellungen zurücksetzen. Problematisch können bei älteren SSD kaputte Speicherstellen sog. „Bad Blocks“ sein, welche mitunter nicht vollständig vernichtet werden können. In den neuen Varianten werden die „Bad Blocks“ aber durch ordnungsgemäß funktionierende Sicherheitsblocks ersetzt. Zusätzlich empfehlen Sicherheitsexperten die SSD trotzdem verschlüsselt zu lassen/ zu verschlüsseln. Auch bei Flashspeichern wie in der einer Digitalkamera ist nach dem Prinzip der SSD vorzugehen und auf den Speicher in der Digitalkamera über einen Adapter zuzugreifen.

Bei Smartphones sollte vor dem zurücksetzen auf Werkseinstellungen aus Sicherheitsgründen noch ein Tool wie „Secure Wipe“ oder „Data Shradder“ zum vollständigen Datenlöschen verwendet werden. Bei einer Weitergabe des Smartphones sollte zudem darauf geachtet werden, dass die SIM-Karte oder externe Speicherkarten entfernt werden.

Was oft vergessen wird, dass auch bei Druck- und Faxgeräten ein Zwischenspeicher vorhanden ist, welcher zudem auch noch recht einfach ausgelesen werden kann. Darum ist es auch hier wichtig, darauf zu achten, dass entsprechende Löschmechanismen vorgehalten werden oder die Festplatte entsprechend ausgebaut wird.

Zu den konkreten Verfahrensweisen bietet das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und die DIN Norm 66398 eine Hilfestellung.

Tagged under:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kontaktieren Sie uns

Office Radebeul
+ 49 (0)351 27220880

E-Mail:
info@datarea.de

Log in